Artikeldetails


Schwerpunkt: Rebound-EffekteTheo Hickfang & Monika Wastian (2022),
Do they care about sufficiency? Exploring self-identified ethical consumers’ food shopping preferences and behavior
(Achten ethische Konsumenten auf Suffizienz? Eine explorative Untersuchung der Präferenzen und des Verhaltens selbst-identifizierter ethischer Konsumenten beim Lebensmitteleinkauf).

Umweltpsychologie 26(1), 33-53.
Dieser Artikel wurde in englisch verfasst.
Zusammenfassung:Diese qualitative Studie untersucht, welche Präferenzen Konsumenten, die sich selbst als ethische Konsumenten identifizieren (selbst-identifizierte ethische Konsumenten), beim Lebensmitteleinkauf haben und ob es ihnen gelingt, diese Präferenzen in entsprechendes Einkaufsverhalten umzusetzen. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Frage, ob sich bei selbst-identifizierten ethische Konsumenten suffiziente Präferenzen und Verhaltensweisen feststellen lassen. Dazu wird erstens bestimmt, welche Präferenzen die fraglichen Konsumenten haben und zweitens, ob sich charakteristische Präferenzmuster feststellen lassen. In einem dritten Schritt wird untersucht, welche ihrer Präferenzen die Konsumenten umsetzen und im abschließenden vierten Schritt werden Gründe bestimmt, die nach Angabe der Konsumenten zur Nicht-Umsetzung ihrer Präferenzen beitragen. Das Datenmaterial entstammt vierzehn Leitfadeninterviews mit selbst-identifizierten ethischen Konsumenten. Weiterhin wurden Kassenbelege ausgewertet, um die Präferenzen mit dem tatsächlichen Einkaufsverhalten der Konsumenten zu vergleichen. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass, erstens, selbst-identifizierte ethische Konsumenten sowohl ethische als auch hedonistische Präferenzen besitzen. Dass sich zweitens zwei charakteristische Präferenzmuster – das des suffizienz-orientierten Konsumenten und das des nur-ethischen Konsumenten – unterscheiden lassen. Drittens, wurden Abweichungen zwischen den Präferenzen und dem Einkaufsverhalten der Konsumenten festgestellt, für die diese, viertens, eine Reihe interner und externer Gründe angaben.
Schlagworte:Ethische Konsumente Identität Lebensmitteleinkauf Suffizienz Umweltfreundliches Verhalten
Abstract:This qualitative study addresses the question what food shopping preferences self-identified ethical consumers have and whether they are able to translate them into respective shopping behavior. Special focus is thereby laid on the question whether they care about sufficiency. We firstly investigate what food shopping preferences self-identified ethical consumers have and which of them meet sufficiency criteria. Secondly, we aim to find characteristic food shopping preference patterns. Thirdly, we investigate which of their preferences ethical consumers implement in shopping behavior. Finally, we explore the reasons ethical consumers give to explain gaps between their preferences and their behavior. The study is based on fourteen in-depth interviews with self-identified ethical consumers. Shopping receipts were also collected to compare participants’ self-reports with their actual behavior. We found firstly that most study participants named ethical and hedonic criteria (pleasure, convenience) among their most important preferences. Secondly, we were able to identify two major preference patterns: one group of participants had sufficiency-oriented and other ethical preferences, whereas the other preferred non-sufficiency-related ethical criteria. Thirdly, we could confirm a gap between participants’ preferences and their behavior. Finally, we identified a number of intrinsic and extrinsic reasons self-identified ethical consumers gave to justify deviating from their preferences.
Keywords:Environmental Behavior Ethical Consumers Food Shopping Identity Pro Self Sufficiency


Zum Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe: Rebound-Effekte

Suche

© 2022 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
Impressum | Kontakt