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Schwerpunkt: Städtische Räume und ihre NutzungDörte Martens & Vivian Frick (2014),
Gemeinschaftsgärten: Motive zur Initiierung und Einfluss auf Erholungserleben.
Umweltpsychologie 18(2), 103-123.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Urbane Gemeinschaftsgärten gibt es inzwischen in fast allen größeren bundesdeutschen Städten und sie erfahren beträchtliche öffentliche Aufmerksamkeit. In der vorliegenden Studie wird untersucht, was Initiierende von Gemeinschaftsgärten in Berlin dazu motiviert, ein solches Projekt aufzubauen. Des Weiteren wird wahrgenommene Erholsamkeit der Gärten erhoben und ihr Zusammenhang mit dem Gefühl der Verantwortlichkeit, der Wahrnehmung der Beschäftigung mit dem Garten und mit Kindheitserfahrungen untersucht. Auch ein möglicher Zusammenhang mit dem Commitment zur Natur wird erfasst. 28 InitiatorInnen von Gemeinschaftsgärten in Berlin wurden befragt. Als wichtigste Motive zur Initiierung eines Gemeinschaftsgartens erweisen sich die Mitgestaltung der Stadt und Nachbarschaftsarbeit, gefolgt von ökologischem Gartenbau, gesunder Ernährung sowie Umwelt- und Klimaschutz. Berliner Gemeinschaftsgärten kommen insbesondere in sozioökonomisch schwachen und baulich stark verdichteten Gebieten vor. Die Erholung, gemessen durch die Perceived Restorativeness Scale anhand der Subskalen „being away“, „fascination“, „compatibility und „coherence“, wird in allen Gärten hoch wahrgenommen. Die wahrgenommene Erholsamkeit des Gartens hängt mit Verantwortlichkeitsgefühl zusammen, ebenso zeigt sich ein Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung der Tätigkeit im Garten als Hobby mit der wahrgenommenen Erholsamkeit. Der Zusammenhang von Verantwortlichkeitsgefühl und Erholsamkeit im Garten weist in eine neue Richtung in der Erholungspsychologie und zeigt, dass neben der physischen Umwelt auch Verantwortungsgefühl für andere positiv auf Erholung wirken kann.
Schlagworte:Aufmerksamkeits Erholung Erholungs Gemeinschaftsgarten Naturengagement Partizipation Theorie
Abstract:Urban community gardens nowadays exist in almost every big city of Germany and they have received a lot of public attention. In the present study, people who initiated community gardens in Berlin were interviewed about what motivated them to build up their garden project. Additionally the perceived restorativeness of their gardens was assessed together with the interrelation of restorativeness with the feeling of responsibility, the perception of activities related to the garden and childhood experiences were analyzed. Furthermore, these variables were tested for a relationship with Commitment to Nature. 28 initiators of community gardens were interviewed. The most important motives for them to initiate a community garden were found to be active participation by shaping the city and community work. Further, ecological gardening, a healthy diet, as well as protection of the environment and the climate were main motives for initiation. Community gardens in Berlin exist especially in densely built areas with a low socioeconomic level. Initiators perceive restoration to be high in all gardens, measured with the Perceived Restorativeness Scale by the subscales ‘being away’, ‘fascination’, ‘compatibility’ and ‘coherence’. The perceived restorativeness was connected with the feeling of responsibility, and with the perception of activity related to the garden as a hobby. The positive relationship of responsibility with perceived restorativeness indicates new paths for restoration psychology. It shows that besides the physical environment, there is a positive influence of responsibility on restoration.
Keywords:Attention Restoration Theoryon Theory Commitment To Nature Community Garden Participation Restorativeness


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© 2022 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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