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Schwerpunkt: Methoden in der UmweltpsychologieRobert Tobias & Hans-Joachim Mosler (2007),
Einsatz der Computersimulation in der Umweltpsychologie.
Umweltpsychologie 11(2), 22-37.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Die Methode der Computersimulation stellt ein noch junges, aber gerade für umweltpsychologische Fragestellungen besonders geeignetes Werkzeug zur Untersuchung komplexer Systeme dar. Dieser Artikel gibt einen ersten Überblick über die Methode, insbesondere deren Anwendungsfelder, das Vorgehen bei der Entwicklung von Simulationsmodellen und Ideen zur Anwendung bei der Lösung praktischer umweltpsychologischer Aufgaben. Die Methode ist besonders für Problemstellungen geeignet, bei denen sich der Gegenstand nicht auf Interaktionen weniger einfacher Teilsysteme reduzieren lässt. Weiter ist die Methode ideal zur Untersuchung und Prognose dynamischer Entwicklungen über die Zeit. Werden Simulationsmodelle zur Planung und Durchführung von Kampagnen zur Beeinflussung sozialer Entwicklungen verwendet, ist es entscheidend, deren Resultate nicht direkt in die Realität zu übertragen. Simulationsergebnisse müssen vielmehr zu Plänen konkretisiert werden, in denen auch Aspekte berücksichtigt werden, von denen das formale Modell abstrahiert wurde. Weiter sind Simulationsmodelle laufend an die im Rahmen der Realisierung einer Kampagne gewonnenen Informationen über das beeinflusste System anzupassen.
Schlagworte:Computersimulation Kampagnenplanung Theorieintegration Verhaltensänderung Zeitreihendaten
Abstract:The method of computer-simulation is still a young field, but especially useful for the investigation of complex systems typical for topics of environmental psychology. This paper offers a brief overview on the method, especially its field of application, the procedure of developing simulation models and ideas for using them for solving practical tasks of environmental psychologists. The method is especially useful for handling problems, where the system of interest can not be reduced to a few simple parts with a few simple interactions. Additionally, the method is ideal for investigating and forecasting dynamic developments over time. When using simulation models for planning and guiding campaigns, which aim at influencing social developments, it is crucial not to assign their results directly to reality. Simulation-results must be concretized to plans, which also consider aspects that were not included in the abstract formal model. Further, the simulation models must be adapted continuously to information about the influenced system that becomes available during the realization of the campaign.
Keywords:Behaviour Change Campaign Planning Computer Simulation Theory Integration Time Series Data


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© 2022 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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