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Schwerpunkt: Umweltpsychologische TheoriebildungNicola Moczek & Jana Katharina Köhler (2020),
Zur Zusammenarbeit zwischen akademischen und ehrenamtlichen Wissenschaftler*innen im Citizen Science-Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“.
Umweltpsychologie 24(2), 200-221.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:In Citizen-Science-Projekten arbeiten akademische und ehrenamtliche Wissenschaftler*innen (so genannte Citizen Scientists) zusammen und teilen ein gemeinsames Forschungsinteresse. Während in den letzten Jahren die Wichtigkeit solcher Projekte enorm gestiegen ist, wurde diese Art der Zusammenarbeit bisher kaum systematisch erforscht. Im Rahmen einer formativen Langzeit-Evaluation eines aktuellen deutschen Citizen Science Projekts wurden zu Projektbeginn verschiedene Aspekte der Zusammenarbeit aus Perspektive der Wissenschaftler*innen über eine Online-Umfrage (N= 25) untersucht und durch vier qualitative Interviews ergänzt. Der künftige Beitrag von Citizen Scientists zum Projekterfolg wurde insgesamt sehr positiv bewertet, aber die Wissenschaftler*innen zeigten sich teilweise skeptisch in Bezug auf die Qualität der durch Citizen Scientists zu erhebenden Proben und Daten. Sie schätzten die künftige Zusammenarbeit mit ihren wissenschaftlichen Kolleg*innen positiver ein als mit den Citizen Scientists und hielten sich selbst für stärker abhängig von den Citizen Scientists als umgekehrt. Eine Verbesserung des Wissenschaftsverständnisses erwarteten sie bei den Citizen Scientists, nicht aber bei sich selbst. Mithilfe der Ergebnisse wurden Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler*innen und Citizen Scientists identifiziert und Empfehlungen zum Umgang mit diesen ausgesprochen. Diese Studie war die erste in der Begleitforschung, als nächstes werden Befragungen der Citizen Scientists folgen.
Schlagworte:Citizen Science Freiwillige Kollaboration Kommunikation Wissenschaftler
Abstract:In citizen science projects, professional scientists collaborate with volunteer citizen scientists, both sharing a common research interest. While the importance of such projects has increased enormously in recent years, this type of cooperation has barely been researched systematically. As part of a formative long-term evaluation of an ongoing German citizen science project, various aspects of collaboration were examined in an online study at the beginning of the project from the perspective of the scientists (N= 25). The survey was complemented by four qualitative interviews. The future contribution of citizen scientists to the project's success was rated very positively, but the professional scientists had doubts about the quality of the samples and data that would be collected by citizen scientists. They rated the future collaboration with their scientific colleagues more positively than the collaboration with the citizen scientists, and they considered themselves more dependent on the citizen scientists than the citizen scientists on them. They expected the citizen scientists’ understanding of science to improve, but not their own. The results identify challenges for collaboration among scientists and citizen scientists. Recommendations how to deal with these are presented. After this first study of its kind, surveys of citizen scientists will follow.
Keywords:Citizen Science Collaboration Communication Scientists Volunteers


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Aktuelle Ausgabe: Umweltpsychologische Theoriebildung

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© 2021 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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