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Schwerpunkt: Kurzum: Junge UmweltpsychologieMarvin Helferich, Nina Schmittel, Elisabeth Dütschke & Daniel Hanss (2020),
Warum Bürgerinnen und Bürger aktiv werden: Einblick in den Zusammenhang von kommunalem und individuellem Klimaschutzengagement. Kurzbericht.
Umweltpsychologie 24(1), 142-152.
Dieser Artikel wurde in deutsch verfasst.
Zusammenfassung:Der Untersuchungsschwerpunkt dieser Studie lag auf dem weitestgehend unerforschten Zusammenhang des kommunalen und des individuellen Klimaschutzengagements unter Berücksichtigung verschiedener Personenfaktoren (Ortsbindung, Umweltidentität, kollektive Wirksamkeitserwartungen, Selbstwirksamkeitserwartungen und Verantwortungsattribution). Durchgeführt wurde sie als fragebogengestützte Onlinebefragung (N = 123) in zwei hessischen Kommunen (eine mit hohem kommunalen Klimaschutzengagement; n = 57 und eine mit moderatem Klimaschutzengagement; n = 66). Die Ergebnisse zeigen, dass sich Personen mit stark (vs. schwach) ausgeprägter Umweltidentität, mit hohen (vs. niedrigen) kollektiven Wirksamkeitserwartungen und solche mit starker (vs. schwacher) externaler Verantwortungsattribution individuell stärker für den Klimaschutz engagieren. Sie legen darüber hinaus auch nahe, dass kommunales Klimaschutzengagement alleine keine hinreichende Bedingung für individuelles Klimaschutzengagement ist. Jedoch scheint bei Personen, die entweder über schwach ausgeprägte Umweltidentität, geringe kollektive Wirksamkeitserwartungen oder schwach ausgeprägte Ortsbindung verfügen, kommunales Klimaschutzengagement eine motivierende Funktion zu übernehmen. Diesen Befund ergab die Analyse von Moderationseffekten der Konstrukte auf den Zusammenhang von kommunalem und individuellem Klimaschutzengagement.
Schlagworte:Aktivismus Gemeindebezogenes Engagement Klimawandel Umweltschutzverhalten
Abstract:The focus of this study laid on the mostly unexplored association between communal and individual climate protection commitment under the consideration of various person-level factors (place attachment, environmental identity, perceived collective efficacy, perceived self-efficacy and responsibility attribution). The study was conducted as an online survey (N = 123) in two cities in the state of Hesse (one showing high municipal climate protection commitment; n = 57, and one showing low municipal climate protection commitment; n = 66). The results show that people with a strong (vs. weaker) environmental identity, a high (vs. lower) perceived collective efficacy, and those with a strong (vs. less pronounced) external responsibility attribution are more individually involved in climate protection. In addition, the results also imply that communal climate protection commitment alone is not a sufficient condition for individual climate protection commitment. For individuals who either have a weak environmental identity, low perceived collective efficacy, or weak place attachment, communal climate protection commitment seems to serve an important exemplary function. The analysis of moderation effects of the constructs on the relationship between individual and communal commitment to climate protection revealed these findings.
Keywords:Activism Climate Change Community Involvement Conservation(ecological Behaviour)


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© 2021 Zeitschrift Umweltpsychologie, ISSN 1434-3304
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